ÖPNV, Glühwein und Autofahren

Bei Glühwein und Co. sollte das Auto stehen bleiben
Zur Adventszeit öffnen deutschlandweit mehr als 2.500 Weihnachtsmärkte ihre Pforten – so viele, wie in keinem anderen Land der Welt. Eine der beliebtesten Beschäftigungen hierbei: Glühwein und Punsch trinken. Wie eine Untersuchung des Unternehmens „Deals“ ergab, finden sich alljährlich über 60 Prozent aller Weihnachtsmarktbesucher an den Getränkeständen ein, um sich mit den wohlschmeckenden Weincocktails aufzuwärmen.
Die alkoholische Wirkung des Glühweins wird dabei häufig unterschätzt, da Gewürze und Zucker den Geschmack des Alkohols überdecken und dessen Verteilung im Blutkreislauf beschleunigen. Darüber hinaus lässt sich nur schwer beurteilen, wie hoch der Alkoholgehalt der Punschmixturen ausfällt – insbesondere, wenn zusätzlich der beliebte Schuss Rum oder Amaretto hinzukommt. Vor allem Autofahrer sollten in solchen Fällen keine Ausnahmen machen, wenn es darum geht, das geeignete Verkehrsmittel für die Heimfahrt zu wählen. Denn gerade im Winter können schnee- und eisglatte Straßen das Risiko eines Verkehrsunfalls deutlich erhöhen.

 

Risiken werden häufig unterschätzt

Fast zwölf Prozent aller Verkehrstoten auf deutschen Straßen sind laut Jahresbericht des Deutschen Verkehrssicherheitsrates auf alkoholisierte Fahrzeugführer zurückzuführen. Insbesondere Autofahrer zwischen 18 und 24 Jahren unterschätzen häufig die Risiken und überschreiten die Promillegrenze. So verursachen die Fahranfänger mehr als ein Viertel aller Verkehrsunfälle, die mit einem Personenschaden enden. Dabei jedoch beträgt der Anteil dieser Altersgruppe am gesamtdeutschen Zulassungsbestand lediglich sieben Prozent. Neben überhöhter Geschwindigkeit ist die häufigste Unfallursache in diesen Fällen ein erhöhter Blutalkoholwert des Fahrers (Quelle: Statistisches Bundesamt).

 

Alkohol mindert nachweislich die Fahrtauglichkeit

In einem Trink- und Fahrversuch hat der ADAC die Auswirkungen verschiedener Blutalkoholwerte auf die Fahrtüchtigkeit untersucht. Die Probanden mussten zuerst trinken und dann am Simulator ihre Straßentauglichkeit unter Beweis stellen. Im Ergebnis konnten die Prüfer schon bei 0,3 Promille negative Auswirkungen auf die Abstandswahrnehmung und ein verkleinertes Sichtfeld feststellen. Mit 0,5 Promille setzte die sogenannte „Rotlichtschwäche“ ein, welche die Wahrnehmung bezüglich Bremslichter und roter Ampeln herabsetzt. Probanden mit 0,8 Promille fielen durch erhöhte Risikobereitschaft und einsetzenden Tunnelblick auf, ab 1,2 Promille gerieten die Versuchspersonen sogar auf die Gegenspur und streiften Objekte am Fahrbahnrand.

 

Ohne Auto sicher durch die Adventszeit

Um während des Weihnachtsmarktbesuches nicht auf den Becher Glühwein verzichten zu müssen, sollten Autobesitzer ihr Fahrzeug unbedingt stehen lassen. Denn neben dem hohen Sicherheitsrisiko, das für den Straßenverkehr entsteht, kann eine Autofahrt unter Alkoholeinfluss auch hohe Geldstrafen nach sich ziehen. So sind ab einer Atemalkoholkonzentration von 0,25 mg pro Liter (entspricht einem Blutalkoholwert von 0,5 Promille) schon 500 Euro Bußgeld zu zahlen. Hinzu kommen vier Punkte in Flensburg und ein einmonatiger Führerscheinentzug. Bei 1,1 Promille erhöht sich das Strafmaß auf 1.500 Euro, sieben Punkte und sechs Monate Fahrverbot, ab 2,0 Promille ist dann die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) fällig.
Wer sich ein solches Szenario in der Adventszeit ersparen möchte, sollte auf ein Taxi oder die öffentlichen Verkehrsmittel zurückgreifen. So bietet Görlitz ein gut ausgebautes Angebot an Straßenbahn- und Buslinien. Zudem ist das Fahren unter Alkoholeinfluss eine überaus gefährliche Angelegenheit. Und schließlich gibt es (fast) nichts Schöneres, als die Advents- und Weihnachtszeit gesund, munter und unfallfrei zu verbringen.

 

Gastbeitrag von toroleo.de

 

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